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Hallo,
schön, dass Ihr bei mir vorbeischaut! Ich habe immer etwas zu erzählen, denn in meiner Welt passiert ziemlich viel. Mein Frauchen und mein Herrchen haben mich schon als kleines Baby bekommen. Da konnte ich aber noch nicht schreiben. Aber jetzt geht´s los! Ich freue mich auf jeden Kommentar von Euch und wenn Ihr Lust habt, können wir uns auch verlinken. Schaut einfach öfters mal hier rein bei mir, ich freue mich auf Euren Besuch! Wuff!
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Samstag, 29. Oktober 2011
Ich höre immer nur Cordula und Dirk
Herrchen sagt, dass viel zu viel Weine nicht genießbar sind. Was auch immer Weine sind, Herrchen hat meistens Recht. Das heißt, oft hat auch Frauchen Recht, aber das wiederum ist Herrchen nicht immer Recht. Frauchen und Herrchen sprechen in letzter Zeit öfters über eine gewisse Cordula. Ich weiß nicht, wer das ist und sie hat sich mir auch noch nicht vorgestellt, aber wenn das Wort Wein fällt, dann höre ich diesen Namen öfters. Ist ja auch nicht weiter schlimm, ich höre tagsüber so viele Namen, da fällt es mir einfach schwer, noch durch zu blicken. Gestern meinte Herrchen, er habe eigentlich ein paar Tantiemen verdient, weil er ein paar Leuten auf Cordulas Verkaufsaktion im Lidl hingewiesen hat. Und die Leute hätten auch tatsächlich mehr als ein Doppelpack Wein und Buch von Cordula gekauft. Das wiederum würde die Leute auch noch freuen, denn sie hätten jetzt auch etwas zu verschenken. Nein, nicht den Wein, der mit dem Buch verkauft wurde, sondern das Buch. Das haben sie jetzt - wie Herrchen meinte - in einigen Exemplaren herumliegen. Den Wein - so glaubt Herrchen - haben sie wohl schon längst ausgegtrunken. Apropos ausgetrunken: Auch Frauchen und Herrchen haben sich natürlich den Doppelpack Wein mit Buch bei Lidl gekauft, obwohl die sonst nie zu Lidl einkaufen gehen. Und dann haben sie die Flaschen von Dirk Würtz und Cordula Eich probiert. Herrchen und Frauchen waren ganz angetan von dem Cuvée von Dirk Würtz, weniger von dem Cuvée von Cordula. Und welche Rolle spielte ich dabei? Ich sah auf dem Coachtisch im Wohnzimmer ein Glas Wein von Herrchen stehen. Der war mal wieder auf dem Klo und ich dachte, ich müsste da auch mal kosten. Ich bin ja schließlich neugierig! Und als Frauchen nicht bemerkte, dass ich mich gaaaaanz langsam dem Glas näherte, schnupperter ich erst mal und dann - weil es irgendwie gut roch - schleckte ich mit meiner Zunge nach Wein. Und mein Urteil: Der Herr Würtz hat tatsächlich gut gemischt! Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass Frauchen mich wieder einmal scheuchte, als sie sah, dass ich mal ein Schlückchen Wein koste. Dann wollte ich noch etwas Herzhaftes hinterher. Ich schlich zum Wintergarten, wo Herrchen immer die leckeren Schweineohren für uns bunkert, die Tür stand offen. Toll!!!! Ich musste nur noch die Kinderschranke öffnen und schon war ich drin! Ich griff mir ein Schweineohr und zog mich ins Büro im Keller zurück. Danach schlief ich ganz friedlich ein. Jetzt frage ich mich: Kommt das von dem Cuvée von Dir Würtz? Oder war da was in den Schweineohren, das mich etwas schläfrig machte????? Na ja, Ihr könnt mir ja schreiben, was das gewesen sein könnte. Bis bald, Euer Balto!
Freitag, 22. Juli 2011
Lachs mit Senf? Herrchen spinnt!
Hallo, hier bin ich wieder! Keine Angst, mir ist nix passiert, Frauchen und Herrchen auch nicht. Ich habe nur keine Gelegenheit gehabt, Euch Neuigkeiten von mir mitzuteilen, weil Frauchen und Herrchen soviel zu arbeiten hatten. Und wenn die arbeiten, dann sind Mac und der Computer von Herrchen besetzt. Da Herrchen vergessen hat das MacBook aufzuladen, lag das auch die ganze Zeit irgendwo auf dem Schreibtisch. Ja, so sind die, die denken nicht an den armen Balto, der schreiben will. Aber jetzt habe ich die Gelegenheit genutzt und mich an Herrchens Computer gesetzt. Der ist gerade in der Küche damit beschäftigt, etwas zu kochen. So ein komisches Gemüse (er nennt es Mangold) und so einen roten Fisch (er nennt ihn Lachs). Der sieht übrigens gut aus, da würde ich auch gerne mal reinbeißen! Herrchen sagt aber, das sei nix für Hunde, nur für Menschen. Hat der ne´ Ahnung! Würde der jetzt mal kurz aus der Küche gehen, könnte ich schnell mal hochsteigen auf die Arbeitsplatte und ihm beweisen, wie lecker dieser Fisch auch für Hunde ist! Aber Herrchen ist schlau, der lässt den Lachs nicht einfach so herumstehen, leider! Seitdem ich mal ein halbes Hähnchen von der Arbeitsplatte herunter geholt habe, ist er vorsichtig geworden.
Auf den Lachs hat er irgendeinen würzigen Senf gestrichen, äh! Und gewürzt hat er die Stücke auch noch mit Salz, Pfeffer und so. Ich mag´s ja lieber ohne all das Zeug, aber die Menschen haben ja einen eigenartigen Geschmack. Den Lachs will er dann in einer Folie in den Backofen legen und warten, bis er essbar ist. Und dann will er noch Cucuma-Reis dazu kochen. Also das is ja so gar nicht mein Ding! Reis schmeckt ekelhaft und dann noch mit so einem Gewürz! Ne, muss nicht sein. Jetzt putzt er erst mal den Mangold. Die bunten Stiele von dem Gemüse schmeißt er einfach weg, derweil sehen die ganz witzig aus. Na ja, soll er mal machen. Wenn Frauchen von ihrem Fototermin zurück ist, soll alles fertig sein. Ich vermisse die schon, die is ganz weit weg gefahren, hat sogar einen Kaffee to go mitgenommen, was auch immer das is.
Weil Frauchen nicht da ist, musste ich heute mit Herrchen alleine Gassi gehen. Gibt Schlimmeres, schließlich waren ja meine Freundinnen Adele, Nala, Jule und meine Sanchia und meine Leslie mit dabei. Und Tanja ist mit Lenny, ihrem Hundebaby gekommen. Der kleine ist einfach nur putzig! Herrchen sagt, ich sei auch mal so klein und süß gewesen. GEWESEN! Der kann unfreundlich sein, stimmt´s? Das kriegt er noch zurück!
Wir waren am See, da tobe ich immer gerne herum mit den anderen. Hat Spaß gemacht. Jetzt werde ich mich zurückziehen und etwas schlafen. Vorher werde ich aber noch mal in der Küche vorbeischauen, ob Herrchen den Lachs nicht doch für ne Minute allein stehen gelassen hat. Der is ja schließlich auch nicht mehr der jüngste und vergisst das ja vielleicht mal.
So, dann macht´s erst mal gut. Ich melde mich jetzt wieder regelmäßig. Es gibt ja sooooviel zu erzählen!
Wuff, Euer Balto
Donnerstag, 26. Mai 2011
Bitte stimmt für den KVG-Kinobus ab!
Also, Herrchen ist momentan ganz schön durch den Wind. Der kann sich kaum noch konzentrieren, wenn er Texte schreiben muss. Dauernd zu schaut er da im Internet eine Seite an und gibt Kommentare von sich, wie: "Wir brauchen noch mehr Stimmen". Was brauchen wir? Mehr Stimmen? Sind denn schon wieder irgendwelche Wahlen? Nein, meinte Herrchen, keine Wahl, bei der es darum ginge, Politiker in irgendwelche Ämter zu wählen, in denen sie dann eh´ wieder nur das machen, was "wir" nicht wollen. Bei dieser Wahl ginge es um eine Publikumswahl im Internet im Rahmen des ÖPNV-Innovationspreises »König Kunde«, den der Verkehrsclub Deutschland veranstaltet. Da, so Herrchen, würden die schlausten und besten Ideen gesucht, wie man den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver machen kann. Und da einer seiner Kunden, die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig, mit dem tollen Kinobus auch daran teilnehme, wolle er jetzt möglichst viele Leute mobil machen, die auf der VCD-Seite mit ihrer Maus den Kinobus der KVG anklicken. Die KVG würde nämlich ganz tolle Sachen für ihre Kunden tun und ständig umweltfreundliche Projekte initiieren. Und das, so meinte Herrchen, das müsste endlich auch mal mit so einem Publikumspreis belohnt werden. Also ehrlich Leute, ich halte ja weder was vom Auto fahren, geschweige vom Bus fahren, aber wenn Herrchen das so sagt, dann wird das wohl auch stimmen. Und der Kinospot, den die KVG als Werbung für den Kinobus produzieren ließ, der ist wirklich toll. Ein Comicfilm, den der bekannte Hanauer Comiczeichner Rautie und der Filmemacher Daniel Siebert gedreht haben. Da spielen Gerda und Manfred mit, die ihr Auto zu Hause stehen lassen und lieber mit dem Kinobus zum Kino fahren. Den Spot könnt Ihr Euch auf der Internetseite des Verkehrsclub Deutschland auch ansehen. Das, was die KVG da mache, sei umweltbewusst, sagte Herrchen. Und weil Herrchen so viel daran liegt, dass möglichst gaaaanz Viele den Kinospot auch toll finden und für ihn abstimmen, hat er mich gefragt, ob ich Euch hier auf meinem Blog nicht auch bitten könnte, für die KVG abzustimmen. Ok, wenn ihm soviel daran liegt, dann tue ich das einfach mal. Also, liebe Leute, es wäre echt Klasse, wenn Ihr für die KVG-Main-Kinzig abstimmen würdet. Herrchen sagte, da gebe es auch eine Bahn-Card zu gewinnen, wenn man sich bei der Abstimmung registriert, muss man aber nicht, man kann gleich über Los zur Abstimmung scrollen. So, hier also der Link zur Abstimmung, damit ich das nicht vergesse: http://www.vcd.org/koenig-kunde-publikumspreis.html
Seid also so nett und macht Euch die Mühe. Es müssen ja nicht immer die gewinnen, die in einer gaaaaanz großen Stadt mit dem Bus herumfahren mit Hundertausenden von Leuten. Wäre echt prima, wenn Ihr Euch die Mühe macht, und Herrchen wäre Euch sooooo dankbar und das Schönste: Ich hätte meine Ruhe!!!!
Wuff, bis bald, Euer Balto
Sonntag, 15. Mai 2011
Herrchen`s Komparativ oder Herrchen sein Komparativ
Herrchen sagt, die deutsche Sprache sei nicht einfach. Das zeige sich auch daran, dass selbst viele Deutsche ihre Sprache nicht beherrschen. Heute früh hat er sich wieder einmal köstlich amüsiert, als ein Moderator im Hessischen Rundfunk (HR 3) bei einem Veranstaltungshinweis von den "Gebrüder Grimm-Märchenfestspielen" gesprochen hat. Super, sagte er zu Frauchen, die seien mal wieder echte Vorbilder. Anstatt "Gebrüder" heiße es nämlich einfach nur "Brüder", das lerne schon jeder Grundschüler. Jetzt frage ich mich, ob dieser Moderator keine Grundschule besucht hat. Wahrscheinlich nicht, sonst hätte er das wohl gelernt, wie es richtig heißt. Zum Glück muss ich nicht in so eine Grundschule gehen. Herrchen sagt, ich wäre selbst in der Hundeschule überfordert. Die Hundegrundschule habe ich ja schon hinter mir. Er schaut mir öfters auf die Pfoten, wenn ich mein Blog schreibe. Nicht dass er da herummäkelt, was ich da von mir gebe, sondern weil er möchte, dass ich solche Fehler wie "Gebrüder" nicht mache. Lesen, so sagt er, solle Spaß machen und dass falle oft schwer, wenn jemand so gar nicht auf die richtige Grammatik oder die richtigen Buchstaben acht gebe. Der kann nerven! Nur weil er den ganzen Tag gaaaaanz wichtige Texte schreiben muss, braucht der nicht auch noch von mir verlangen, dass ich bessere Texte wie er schreibt. "Bessere Texte als er, Balto", schallt es hinten von Herrchen. Kann der mich nicht einfach in Ruhe lassen? Mein Gott, wie oder als, is doch egal, Ihr versteht mich doch, oder? "Nein, Balto, das hört sich total blöd an!" motzte Herrchen. Es heiße "besser als", "wie" würde es heißen, wenn ich sage "Ich schreibe genauso gute Texte wie Du". Nein, sage ich, ich schreibe nicht nur genauso gute Texte, wie Du, ich schreibe sogar noch bessere Texte wie Du! Frauchen lacht dann immer, wenn Herrchen versucht, mir das mit der deutschen Sprache etwas genauer zu erklären. Er erzählte mir von einer gewissen Mathilde, die oft so Satzgebilde von sich gebe, wie "Der ist dem Alfred sein Sohn" oder "Dem sein Haus ist größer, als wie wo Du gesehen hast" oder "Ich geh jetzt beim REWE, soll ich Euch was mitbringe?". Man sage auch nicht "Die Frau, die wo ich getroffen habe, ist dicker, als die wie Du". Das habe ich verstanden, sagte ich ihm, erklärte aber in aller Deutlichkeit, dass Frauen vom Grundsatz her nicht dicker seien als Männer, und ich erhielt Beifall dafür. Herrchen versuchte mir dann noch zu erklären, dass man "wie" verwendet, wenn man Gemeinsamkeiten vergleicht, zum Beispiel "Der Balto ist genauso lieb, wie Sanchia". Wenn man aber irgendwelche Unterschiedlichkeiten miteinander vergleichen wolle, dann verwende man "als", zum Beispiel: "Balto ist größer als Sanchia". Das nenne man dann einen Komparativ. Dass ich größer bin als Sanchia, das habe ich auch gewusst, dazu brauche ich keinen Komparativ! Mein Gott Herrchen, begreife doch endlich mal, dass ich hier einfach nur aus Lust und Dollerei schreibe und nicht immer danach schauen will, ob Deine sprachlichen Vorstellungen dabei getroffen werden! Ich bin auch nur ein Hund und der macht eben auch Fehler. Außerdem: Ich bin viel schlauer, als andere Hunde, die wo Du jemals gesehen hast! Wuff oder wie, Balto
Donnerstag, 5. Mai 2011
Gulli und Gucci
Herrchen sagt, wir Hunde seien schon ein ganz eigenartiges Völkchen. Zum Glück sage ich da nur, wäre ja schlimm, wenn wir so wären wie die Zweibeiner! Das mag ich mir gar nicht vorstellen! Das fängt an mit dem Geruch, den sie ausstrahlen. Vor allem sind es die Frauen, die manchmal ganz eigenartig riechen. Ich habe da schon viel erlebt, sage ich Euch! Von Maiglöckchen- bis Rosenduft ist alles dabei. Oft stinkt das regelrecht, was die sich da auf die Haut schmieren. Zitrone, Orange, Moschus, Vanille, die machen vor nichts halt! Und Herrchen hat mir gesagt, das Zeug, was die sich da auf die Haut spritzen, das sei oft ganz schön teuer. Parfüm nenne man das. Das Wort stamme aus dem Französischen und bedeutet Duft und die Franzosen hätten das aus dem Lateinischen geklaut, so wie der Herr von Guttenberg Passagen seiner Doktorarbeit geklaut habe. "Per" bedeute "durch" und fumum "Rauch". So heißt also Parfüm nichts anderes als "durch den Rauch". Parfüm stinkt aber gar nicht nach Rauch. Eine glatte Lüge, was Herrchen da erzählte! Aber nein, sagt er, das sei keine Lüge, das habe nämlich seinen Ursprung bei den Babyloniern und Assyrern. Die hätten das Zeugs vor allem benutzt, um mit einem duftenden Rauch mit ihren Göttern Kontakt zu halten. Tolle Idee! Ob das den Göttern gefallen hat, wenn es da immer geraucht hat? Die eigentlichen Erfinder des Parfüms seien aber die Ägypter 3000 Jahre vor Christus gewesen. Stellt Euch vor: Die balsamierten ihre Toten mit so duftenden Salben und Ölen ein. Damit wollten sie ihnen den Weg ins Reich der Toten verschönern. Als ich das gehört habe, musste ich schlucken. Wollen die Frauen sich mit dem übel riechenden Zeug auch den Weg ins Reich der Toten ebnen? Hä?? Wo leben wir denn! Aber Herrchen beruhigte mich und meinte, das sei längst Schnee von gestern. Heute würden Frauen sich Parfüm auf die Haut spritzen, weil sie damit etwas auffallen wollen. Bei wem auffallen? Bei Hunden? Nein, Balto, sagte Herrchen, vor allem bei Männern. Viele würden Parfüm aber vor allem verwenden, weil sie eben gerne gut riechen wollen. Also, wenn Männer auf so etwas hereinfallen, sind sie meiner Meinung nach selbst dran schuld. Ich stelle mir gerade vor, dass sich eine Frau irgendetwas mit Vanille auf die Haut kippt und da kommt ein Mann, der isst gerne Vanille und schon hat er die Frau fürs Leben gefunden! Echt krass! Die Zweibeiner überraschen mich immer wieder mit ihren komischen Eigenarten. Wenig Verständnis haben Frauchen und Herrchen für das, was wir unter "Parfüm" verstehen. Ich mag so gerne Schlammpfützen oder dreckige Bachläufe mit einem Hauch von Verwestem. Doch da haben die Zweibeiner kein Verständnis für! Aber wir müssen uns den Geruch ihres Parfüms antun, was ist daran gerecht? Frauchen nennt unser Hundeparfüm immer "Gulli", ihres "Gucci". Ich finde "Gulli" viel schöner, klingt musikalischer. Und wenn morgen wieder eines der Frauchen beim Gassi gehen nach so was wie "Gucci" riechen sollte, dann verpasse ich mir eine gehörige Ladung "Gulli". Jawohl! Bis dann, Euer Balto
Dienstag, 3. Mai 2011
Wenn die Zweibeiner "Brut" trinken...
War das wieder ein Spaß! Christine, das Frauchen von Adele, hatte Geburtstag. Und immer dann, wenn irgendein Frauchen oder Herrchen Geburtstag hat, dann gehen wir zu dem See, in den ich zwar nicht hineinspringe, um den ich aber so gerne herumrenne. Frauchen sagt, das sei mein Spielplatz. Da hat sie auch Recht. Die Frauchen und Herrchen gehen aber nicht nur an den See, damit wir Hunde unseren Spaß haben, nein, die gehen wohl dahin, damit sie ihren Spaß haben. Sie schwimmen nicht in dem See, aber sie freuen sich, wenn wir herumtoben. Die Frauchen und Herrchen stehen dann aber nicht nur einfach so herum, sondern sie packen Flaschen, Gläser, Knusperzeug und andere Dinge aus, die Menschen wahrscheinlich so brauchen, um auch ihren Spaß zu haben. Wenig später knallt es dann, weil Herrchen aus einer der Flaschen einen Korken herausfliegen lässt. Dann schenken die sich diesen Saft, den sie "Brut" nennen, in so komische Gläser und stoßen an. Dieses Mal war wie gesagt Christine an der Reihe, die hatte ja Geburtstag. Schlimmer als das übliche "Nein, Balto" von Frauchen und Herrchen hörte sich das Singen an, das dann folgte. Ein furchtbares Gekreische! Das "Happy Birthday" klang so, als hätten die alle einen Frosch verschluckt. Grausam, sage ich Euch! Seid froh, dass Ihr nicht dabei wart! Und weil die alle so froh waren, dass Christine Geburtstag hatte, tranken die noch ein Glas von diesem "Brut" und dann noch ein Glas. Lustig war´s, als Christine eingelegte Oliven, mit Schafskäse gefüllte Pepperoni und so eine leckere Creme mit Knoblauch auf die hölzerne Sitzbank stellte. Ihr Hund Adele zeigte sich sofort sehr interessiert. Die ist immer interessiert, wenn es irgendwo etwas zu essen gibt. Frauchen sagt, das sei typisch Labrador. Und als Herrchen sich etwas von der herrlich duftenden Creme auf ein Stück Baguette strich, hüpfte Adele hoch und riss ihm das Stück aus der Hand. Toll, wie die das machte! Das traue ich mich nicht, ich warte immer, bis ich in einem unbemerkten Augenblick an Essenssachen komme, die auf dem Tisch stehen. Das sieht dann wenigstens nicht gar so gierig aus. Herrchen war etwas sauer und Christine meinte, sie habe einen schrecklichen Hund. Blödsinn! Adele ist schon gut so, die genießt das Leben nun einmal von all seinen Seiten. Immerhin gab es für uns auch ein paar Leckerli. Die Frauchen und Herrchen tranken indes weiter diesen "Brut" und je mehr sie davon tranken, desto lustiger wurden sie. Das soll einer verstehen! Warum sind die so lustig, wenn jemand Geburtstag hat? Älter werden ist doch eigentlich nicht lustig, oder? Herrchen sagt, er zähle die Jahre schon gar nicht mehr, weil das keinen Spaß mache. Er sagt aber auch, dass Christine noch gut lachen habe, weil sie viel jünger sei als er. Als auch die letzte Flasche "Brut" ausgetrunken war, gab es noch für jeden Menschen so ein gelbes Gesöff mit Eiern drin. Sah schrecklich aus! Das war wohl Medizin oder so was, denn freiwillig trinken die das bestimmt nicht! Und als wir dann wieder nach Hause liefen, da hörte das Gelächter nicht mehr auf! Die waren so lustig, diese Zweibeiner, als würde jemand andauernd Witze erzählen. Christine trug auf dem Rückweg das T-shirt, das ihr unsere Zweibeiner geschenkt haben mit einem Foto von Adele drauf, wie sie im See schwimmt und gerade sagt: "Hund hält jung". Na ja, schaun mer mal ob´s stimmt...
Bis bald, Wuff, Euer Balto
Bis bald, Wuff, Euer Balto
Montag, 25. April 2011
Vom Osterhasen und dem Mann am Kreuz
Manchmal fällt es echt schwer, diese Menschen zu verstehen! Ich versuche das ja ständig und weiß, dass die so ihre Macken haben, aber was da jetzt wieder abging hier, unmöglich! Vor vier Tagen fing das schon an. Ständig schleppten Frauchen und Herrchen voll gepackte Tüten ins Haus. Das fand ich zwar interessant, aber ich durfte sie nicht auspacken. Dann faulenzen Frauchen und Herrchen auch noch die ganze Zeit, das heißt, sie verkriechen sich seit Freitag nicht ins Büro und auch das Telefon steht plötzlich still. Das gab mir zu denken. Auch die Kinder spielten verrückt und liefen ständig unmotiviert in der Gegend umher. Sie fragten dauerndzu wann der Osterhase endlich komme und Frauchen und Herrchen antworteten, dass der Osterhase am Sonntag vorbei schaue, sie aber nur etwas bekämen, wenn sie brav seien. Osterhase? Bislang kannte ich nur die Hasen, die da auf Wiesen herumhüpfen oder in so kleinen Ställen ihr Dasein fristen. Aber wer bitte ist der Osterhase? Herrchen erklärte mir dann, dass der Osterhase Osterhase hieße, weil er an Ostern komme und den Kindern bunt gefärbte Eier, Süßigkeiten und Spielzeug in ein Nest in den Garten oder im Haus lege. Und Ostern sei so ein christliches Fest, das daran erinnere, dass Jesus Christus damals vor langer Zeit ans Kreuz geschlagen, gestorben, dann aber nach einer gewissen Zeit wieder auferstanden sei. Wie ekelig! Ans Kreuz geschlagen! Aber Talibans seien das damals nicht gewesen, meinte Herrchen. Die habe es da noch nicht gegeben. Was das jetzt aber mit einem Hasen zu tun hat, das habe ich bis jetzt noch nicht verstanden. Hat der Hase den Jesus ans Kreuz geschlagen? Nein, sagte Herrchen, das mit dem Hasen sei einfach nur erfunden worden, damit die Kinder auch was vom Osterfest hätten. Bunt bemalte Eier und Süßigkeiten zu bekommen sei auch viel schöner, als einen am Kreuz hängenden Jesus. Die Sache mit dem Hasen habe auch gar nichts mit Jesus zu tun. Das hätten sich die Menschen vor ein paar hundert Jahren so ausgedacht. Die Fruchtbarkeitsgöttin Eostre habe da wohl eine Rolle gespielt. Mit der Christianisierung sei Ostara, das Fest der Eostre, zu Ostern geworden und der Hase eben mal so in die ganze Geschichte eingebunden worden. Der Hase werde seither als Sinnbild des Lebens gedeutet. Vor dem 17. Jahrhundert hätten andere Tiere, darunter auch Kuckucks und Füchse, die Eier gebracht. Toll, und seit wann legt der Osterhase Eier? Nein, erklärte mir Herrchen, der könne natürlich keine Eier legen, die hole er sich von den Hühnern. Und warum bringen die Hühner nicht die Ostereier? Das wäre doch einfacher, oder? Hasen seien eben schmusiger als Hühner, meint Herrchen. Schmusiger als ich???? Nein, sagte Herrchen, aber ich würde die ganzen Eier ja selbst essen, das hätte keinen Sinn. Die ganze Sache mit dem Osterhase habe jedenfalls gar nichts mit Jesus am Kreuz und so zu tun, genauso wenig wie der Weihnachtsbaum an Weihnachten. Das habe alles heidnische Ursprünge, habe also nix mit dem christlichen Glauben zu tun. Und warum macht man das dann? Herrchen: "Damit die Schokoladenindustrie und viele andere eine Menge Geld verdienen können." So richtig verstehe ich das alles nicht, aber es macht ja auch keinen Sinn, die Menschen zu verstehen. Auf jeden Fall scheinen meine Menschen hier auch völlig auf dieses Ostern abzufahren, denn die Kinder malten mit Frauchen und Herrchen eine ganze Menge Eier bunt an, was sie vorher normal nicht machen, wenn sie Eier essen wollen und Frauchen und Herrchen versteckten im Garten ganz viele Süßigkeiten, Eier und kleine Geschenke für die Kinder. Davon habe ich aber nur gehört, ich musste im Büro bleiben, als die Kinder den Garten absuchten. Herrchen meinte, ich würde sonst selbst suchen und alles vernaschen, was ich finde. Ganz schön gemein! Immerhin haben Leslie, Sanchia und ich auch was vom Osterhasen bekommen: Einen gaaaanz großen Knochen! Viel leckerer als Schokolade. Herrchen meinte heute früh zu Frauchen, er sei sei froh, dass Ostern morgen wieder vorbei sei. Er könne keine Eier mehr sehen. Und Frauchen gab ihm Recht. Das mit den Eiern verstehe ich jetzt auch nicht, ich esse die für mein Leben gern. Wenn ich mich heute gut benehme, fällt bestimmt noch eins für mich ab. Haltet mir mal die Daumen! Und wenn Ihr noch ein paar Eier übrig habt, hier ein Tipp: Bringt sie mir einfach vorbei! Wuff, Euer Osterbalto
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